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Clandestine



„Hi, ich will mit Near reden.“, verkündete Matt, als er schließlich in der Empfangshalle der absolut ultrageheimen und superversteckten SPK-Zentrale stand.

Der Sicherheitsdienst sah ihn an, als sei er übergeschnappt. Matt grinste dreist.

„I-ich weiß nicht, vom wem Sie sprechen,“ sagte der riesige Mann steif.

„Keine Angst, ich kenn ihn persönlich.“ Matt deutete mit der Hand eine Größe an.

„Etwa 1.55, sehr schlechter Charakter, äußerst giftig, trägt immer nur Socken und dreht voll am Rad, wenn man ungefragt seine Legos anfässt? Kommen Sie schon, ist privat. Wir sind alte...Freunde.“

„Bedaure, ich kann nichts für Sie tun,“ schnappte der Mann. Er gab sich wirklich alle Mühe. Wie rührend.

„Nehmen Sie Ihr kleines Piepsdingens da und rufen Sie ihn an, und sagen Sie ihm, Matt will ihn sprechen. Dann lässt er mich rein. Garantiert. Ich weiß es.“

Er verkreuzte die Finger in der Tasche, als der stämmige Mann schließlich auf seinen Pieper drückte. Dass ihm der kleine Gnom da oben nun nicht noch in die Parade fuhr...

„Er sagt, sein Name sei Matt...verstehe, Sir. Sofort.“

Matt hatte sich bemüht, optimistisch zu sein, trotzdem konnte er sein Glück kaum fassen, als der Sicherheitsriese ihn tatsächlich durchwinkte.

„5. Stock. Zimmer 103. Viel Spaß,“ brummelte der Mann ihm hinterher, als er in den Fahrstuhl marschierte.

„Werd ich haben,“ frohlockte Matt. Seine Mission entwickelte sich bestens.

Er hatte es gewusst. Er hatte gewusst, dass er kleine Arsch ihn empfangen würde.

Der Schlüssel zu alldem – und so ziemlich die Basis von Matts Plan – bestand darin, dass er etwas über Near wusste, das Mello nicht wusste. Und das Near selbst sicherlich am liebsten vergessen hätte. Aber Matt würde es ihn nicht vergessen lassen.
Er würde alles auf eine Karte setzen.

Er betrat das Zimmer und senkte seine Augen sofort gen Fußboden, denn dort und nirgendwo anders würde er Near finden.

„Du.“ Kam es nüchtern hinter einer Wand aus Legos hervor. Matt konnte einen weißen Haarschopf dahinter erkennen. Near baute sich eine Festung.

„Yup. Ich.“

Near sah nicht hin. Seine Stimme war beiläufig.

„Immer noch Mellos kleiner Laufbursche, wie? Hattest du nicht gesagt, du würdest groß rauskommen, als du das Institut verlassen hast? Groß rauskommen als...was noch mal...?“

Matt schnaubte. Der arrogante kleine Pisser konnte ihm gar nichts.

„Mello hat dir nichts zu sagen, Near,“ sagte er trocken. „ICH will mit dir sprechen.“

Unaufgefordert ließ Matt sich in die riesige, gemütliche Couch plumpsen. Near hatte es wirklich nicht übel hier. Für einen, der nicht wusste wie man lebt, lebte er wirklich ziemlich gut.

„So...?“ Er sah Nears weiße Umrisse unbeirrt hinter der Lego-Mauer umherkrabbeln. „Das hätte ich nicht erwartet, Matt. So, wie du mich immer gemieden hast. Ich habe immer angenommen, du hättest Angst vor mir.“

Matt schlug amüsiert die Beine übereinander. „Erstens: ALLE haben dich gemieden, du Freak, nicht nur ich. Zweitens: Warum sollte ich Angst vor dir haben?!“

Die silbrigen Locken fielen Near tief ins Gesicht, aber das fiese kleine Grinsen ließ sich trotzdem nicht übersehen.

„Weil primitive Menschen sich immer von Menschen bedroht fühlen, die ihnen intellektuell überlegen sind.“

Der kleine Bastard. Aber es war egal. Matt hatte etwas bekommen, das Near sich lange und verzweifelt gewünscht hatte, und keine Stichelei der Welt konnte das ändern.

Und er war hier, um genau das auf den Tisch zu bringen.

„Dann nehm ich mal an, es ist andersrum genauso, Near, nicht wahr?“ höhnte er.
„Dann fühlst du dich sicherlich auch bedroht von meiner animalischen, primitiven Präsenz, hm? Weil ich Sachen mache, von denen du nur träumen kannst?“

Endlich hörte Near auf zu basteln, und zwei tödlich kalte, riesige Augen tauchten über dem Rand der Bausteine auf. „Ich weiß nicht, worüber du sprichst, Matt.“

Oh, Near wusste so was von, worüber Matt sprach.

Near starrte. Matt lächelte. Nun ging es nur darum, wer von ihnen beiden am längsten so tun konnte, als wäre nichts.

Es war so: schon lange bevor sie zu dem geworden waren, was sie waren, hatten Mello und Matt damals im Waisenhaus miteinander rumgespielt. Es war nichts besonderes gewesen, keine große Sache. Was pubertierende Knaben eben so machten, wenn sie miteinander in Schlafsäle eingesperrt wurden. Ein bisschen fummeln, ein bisschen lecken, ein bisschen an fremder, gieriger Haut rumtatschen, diese Dinge.

Matt erinnerte sich, dass Mello schon damals Sachen mit seinem Mund vermocht hatte, die einem den Verstand raubten. Wenn er es diesen Gangsterbossen nur halb so gut besorgt hatte wie ihm damals, dann wunderte ihn wirklich nichts mehr.

Aber das war nicht der Punkt. Der Punkt war, dass Mello und er es damals einmal in einem Anfall von totalem Irrsinn mitten im verlassenen Gemeinschaftsraum getrieben hatten, und
Near hatte es gesehen.

Und Near hatte es nicht nur gesehen. Er hatte es förmlich eingesogen, er hatte den Anblick verschlungen, alleine und zitternd hinter einem Türrahmen kauernd.
Und Matt wusste es, denn ihre Blicke waren sich begegnet, und er hatte den Hunger und die Wut und den hilflosen Neid in Nears Augen gesehen, bevor dieser sich umgedreht hatte und wegerrannt war.
Er hatte Nears Füße in Socken gehört, wie sie hektisch durch den Flur tapsten, als sei der Teufel hinter ihm her, während Mellos Körper auf seinem erst sehr hart und dann ganz weich wurde und ein kleines, erlöstes Zischen sich aus seiner Kehle presste.

Und ab dem Moment hatte Matt gewusst, was Sache war. Mello und Near mochten sich besser mit Morden und Verbrechern auskennen als er. Aber Matt kannte Menschen und ihre Lüste und Bedürfnisse, und zwar nicht nur aus der Theorie.

Matt hatte immer gewusst, dass dieses Wissen ihm irgendwann mal irgendwas nützen würde. Und nun war es soweit. Und er amüsierte sich sehr.

„Matt,“ sagte Near schließlich kalt, aber die Nervosität ließ sich nicht überhören, „Wenn du mir nichts von Interesse zu sagen hast, muss ich dich bitten, zu gehen. Ich habe viel zu tun.“

„Was denn? Deine neue Barbie-Ranch aufbauen?“

„Dinge, von denen du nichts verstehst.“

„Wollen wir nicht über die Dinge reden, von denen DU nichts verstehst, Near?“

Nears Augen blitzten kalt. „Ich kann auch den Wachdienst rufen.“

„Könntest du. Du KANNST aber auch einfach mal aus Scheiß-Lummerland rauskommen und dir mein Angebot anhören.“

Einen Moment passierte nichts. Und dann tauchte Near plötzlich aus seinem Lego-Wall auf, in seiner vollen schlafanzugumhüllten Pracht, und starrte ihn an. Matt sah Neugierde und Zorn in dem sonst so regungslosen Gesicht miteinander kämpfen.

„Was willst du von mir?!“ fragte er. Matt sah, wie er die kleinen Fäuste ballte.

Es war Zeit, sich zu erheben und auf ihn zuzugehen. Gelassen, nicht zu schnell, und nicht zu nah. Matt hatte erwartet, dass Near vor ihm zurückweichen und sich vielleicht wieder in sein Legohäuschen zurückziehen würde, aber er blieb nur stehen und starrte ihn weiter aus diesen schwarzen Augen an.

Matt fand das interessant. Also kam er so lange näher, bis er merkt, dass seine Schienbeine gegen etwas stießen. Nun stand er direkt vor Nears Lego-Wall, und Near dahinter. Es war lächerlich, aber auch irgendwie spannend.

Nun ging es um alles oder nichts. Matt hatte sich keine tolle, subtile Taktik zurechtgelegt. Er würde einfach die Karten auf den Tisch legen. So machte er Sachen.

„Willst du´s noch mal sehen?“ fragte er leise.

Nears Gesicht war kalt und reglos, aber seine Unterlippe zitterte. Ob aus Wut oder etwas anderem, konnte Matt nicht sagen.

„Ich muss dich bitten, zu gehen.“

„Willst du noch mal sehen, was ich und Mello tun? Willst du noch mal sehen, wie er dabei ist?“

„Bring mich nicht dazu, mich zu wiederholen. Ich muss dich bitten zu gehen.“

„Willst du, dass ich dir zeige, wie man es mit ihm macht...?“

Er hörte Nears Zähne in seinem Mund knirschen. Near, und daran konnte kein Zweifel bestehen, hasste Matt in diesem Moment maßlos. Und das war nichts weiter als die Bestätigung, dass Matt mit allem Recht gehabt hatte.

Sie waren nicht mehr weit voneinander entfernt. Matt sah ihn von Kopf bis Fuß an und fragte sich, ob es ihm wohl gelingen würde, ihn irgendwie geil zu finden. Hm. Warum nicht. Wenn man komplett verdrängte, dass es sich um Near handelte, sah er gar nicht mal so Scheiße aus. Sein starres Püppchengesicht war vage niedlich, seine Figur war zwar in all dem Stoff nicht erkennbar, aber seine Hände waren zart und seine Finger zierlich und geschickt.

Und außerdem – es ging darum, was Mello tun würde...und auch wenn Mello ihm eher den Hals umgedreht hätte als es zuzugeben, Matt war sich sicher, dass irgendwas in ihm danach schrie, Near nackt und schutzlos zu sehen.

Und Near .... schrie auf seine Art so sehr danach, dass er einem fast leid tun konnte. Wenn man ihn hätte mögen können.

Allmählich machte das Schweigen Matt nervös.
Er leckte sich über die Lippen. Er sah, wie Near die Bewegung seiner Zunge mit den Augen verfolgte. Offensichtlich sah er nicht viele Zungen in freier Wildbahn.

„Es ist nicht, weil du uns angegafft hast, weißt du.“ sagte Matt, um die Stille zu füllen. „Ich meine ... das war normal für dich. Du hast immer entweder alles ignoriert, oder gegafft. Aber dann bist du weggerannt. Und du bist sonst nie gerannt. Und es war nicht, weil du Angst vor Mello hattest. Du hattest nie Angst vor ihm.“

Near sagte nichts und starrte ihn mit diesem Ausdruck äußerster Abscheu an, aber Matt sah wieder das, was er in dieser lange vergangenen Nacht auch gesehen hatte ... diesen stillen, bösen, neidischen Zorn, die Scham, ertappt worden zu sein ...

Matt lehnte sich vor und kitzelte mit rotblonden Strähnen Nears Wange, als er leise in sein Ohr weitersprach. Near zitterte leicht.

„Du bist gerannt, weil du dich geschämt hast. Und welchen Grund hättest du schon haben können, dich zu schämen? Außer ... „

Er hörte, wie Near den Atem anhielt. „Weiß Mello ... Weiß er...?“

Matt lächelte den Kleineren verschwörerisch an, und er wusste, dass Near ihn dafür nun total hasste, und es war herrlich.

„Ich bin doch nicht verrückt. Ich hab ihm später erzählt, es war Linda, die uns gesehen hat. Wenn ich ihm erzählt hätte, dass DU uns beim Sex bespannt hast, hätte er dich noch in der selben Nacht mit einem Kissen erstickt.“ Er hielt inne. „Und mich wahrscheinlich gleich dazu. Um den Sack zuzumachen.“

Und nun strichen Matts Lippen schon über dieses zarte Ohr, als er raunend sein Angebot wiederholte. „ ... aber vielleicht willst du wissen, was er tut, wenn er es erfährt ... ?“

„Ich hab n... hab nicht gespannt ... das tu ich nicht ... l-lass mein Ohr in Ruhe ...“

Matt grinste gegen die weiche Wange an seiner Seite, als er Near so über die Worte stolpern hörte. Das war´s. Er hatte alles gesagt, was zu sagen war. Der Rest war Schicksal.

Entweder er würde in drei Minuten vor dem Hotel im Straßengraben liegen und Schlagstöcke in den Magen bekommen, oder er würde die vielleicht interessanteste Nacht seines Lebens haben. Eins von beiden.

„Wenn du nun willst, dass ich gehe, gehe ich.“ sagte er freundlich.

Aber Near atmete nur lange und schwer in Matts Haar und sagte nichts.

Und schließlich, nachdem dieses Schweigen genug gesagt hatte, nahm Matt ihn an den Schultern und zerrte ihn aus dem Bunker aus winzigen Legosteinchen heraus, und Near ließ es passieren.
19.2.07 20:58
 


bisher 6 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Bohemian_now (20.2.07 09:57)
Mhm. Na das ist doch mal was. Auf jeden Fall sehr reizvoll, sich die drei vorzustellen, wenn sie erstmal ausblenden, wer der jeweils andere ist. Du hast ja sogar noch begründet, warum Near und Mello das wollen könnten. Was Matts Grund ist, hab ich allerdings überlesen oder er machts nur just for fun. Ist ja auch sehr schön.

Ich hoffe sehr, es geht weiter!

Gruß, Bohemian_now


Elster / Website (21.2.07 22:32)
*eeep*

*-*

Near ist so unsexy wie nur was und ziemlich amüsant, aber Matt ist HEISS *-*

Und unser Synchrostudio wird "Crazy Chicks" heißen... naja, so als erster Vorschlag XD

*grad inkoherent ist*


~Tsumi (22.2.07 00:43)
Uwah. *auf die Knie fall*
Ich kenne die Leute nur mit Namen und von Bildern und aus euren Erzählungen- aber ich schmelze gerade aus purer Bewunderung.
Ja, irgendwann will ich auch mal so bewundernswert schreiben können-

*verneig* *raushusch*


Dexter Morgan / Website (22.2.07 01:44)
Dear Ken

I'm in pieces. Why the cold shoulder?

Love,
Barbie


??? (22.2.07 01:47)
Barbie, be patient. One day we will share a cold one.


M / Website (22.2.07 01:58)
=)

Ich liebe dich einfach.

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