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Invitation




Der Plan: Die Domino-Clique macht ihren Schulabschluss, Nostalgie bricht aus. Yonouchi hat einen Arsch in der Hose und lädt Kaiba zur der Einweihungsfeier in seiner ersten eigenen Bude ein. Peinlichkeit bricht aus. Ähm. Irgendwie kam ich nicht mal zur Einladung. ^^; Stattdessen habe ich dann Spam Wars mit dem selben Plot Geschrieben.

*****

„EY! Kaiba! Huhu! Hier oooben!“

Die laute Stimme brach durch das abgelenkte Gewusel der Schüler und traf ihn unaufgefordert im Nacken. Dabei hatte er es fast schon geschafft, unbemerkt aus dem Raum zu schwappen, wenn nicht...-

„Guck ma! Hier oben sind wir! Siehst du uns nich?!“

Gequält schloss Seto Kaiba die Augen. War es nicht irgendwie erkennbar, dass er sich alle Mühe gegeben hatte, sie NICHT zu sehen...? Wurde denn subtile non-verbale Kommunikation heute überhaupt nicht mehr gewürdigt?

„...hier oben is noch Platz!“

Kaiba blieb stehen.

Verdammter Kläff....-onouchi.

Es war ihm schleierhaft, warum seine Füße sich nicht einfach weiter aus der Tür bewegten. Stattdessen wirbelte er herum und blickte hoch zu dem lärmenden Büschel blonder Haare mit bestürzend schwach ausgeprägter Feinmotorik rechts neben Yugi Mutô, das sich wie üblich abzappelte, um seine Aufmerksamkeit zu erregen.

Missgelaunt presste er die Lippen zusammen. Reichte es Yonouchi nicht mehr, ihm bei ihren Zusammenstößen in der Duell-Arena ans Bein zu pinkeln? Musste er ihm auch noch heute seinen gepflegten Abgang aus der Domino High versauen?!

Und musste er es, zu allem Überfluss, auch noch NETT meinen?!

Seto Kaiba hatte seinen Besuch der Domino High niemals als etwas anderes wahrgenommen als einen einzigen, diabolischen, riesigen Plan, ihn zu bestehlen – und zwar seiner Zeit.

Alles deutete darauf hin. Das elende Schneckentempo, in dem sich seine tranigen Lehrer durch Schulbücher ackerten, die er an einem Wochenende hätte erfassen können.
Die vollkommen hirnverbrannt lange angesetzten Zeiten für Klausuren, die er mit verbundenen Händen vor dem Frühstück mundmalen hätte können.
Das endlose Herumsitzen in demütigend unansehnlichen Klassenzimmern – wo BLIEB das Geld eigentlich, das er in diese Bude steckte, damit seine Fehlzeiten in den Reißwolf wanderten?! – an deren Wänden Spruchbanner wie „Sei nicht dumm – iss Calcium!“ hingen, während seine Mitschüler Körpergerüche und allgemeine Blödheit absonderten.

Wertvolle, kostbare Zeit, die er sinnvoll hätte investieren können – kleinere Firmen aufkaufen, mit Mokuba an den Plänen für Kaiba-Land feilen, sich überlegen, wie er Yugi doch noch ungespitzt in den Boden rammen konnte. Zeit, die ihm keiner mehr zurückbrachte.

Tatsache war – Gozaburo hatte ihm mit der Reitpeitsche und seiner äußerst kreativen Neigung zum Erziehersadismus alles beigebracht, was er zum Überleben wissen musste. Und zwar schneller, härter und eindrücklicher als Dominos nuschelnde Lehrkräfte es vermocht hätten. Und was er zum Leben wissen musste – hatte er sich selbst erkämpft, ansonsten wäre er nicht mehr da.

Er hatte dieser Bildungsbruchbude namens Domino High nichts zu verdanken – und heute ein Abschlusszeugnis zu bekommen, kam ihm wie der letzte, eklige Sex mit einer unliebsamen Zufallsbekanntschaft, bevor man mit dem Trauerspiel endlich Schluss machte.

Nicht, dass er von so was viel wusste.

Wenigstens war es nur noch heute, nur noch ein letztes Mal. Kaiba hatte seine Limousine im Halteverbot stehen, weil er angenommen hatte, dass es schnell gehen würde. Er ging rein, schnappte sich sein Diplom, schmiss den Wisch in den nächsten Mülleimer, ging wieder raus und brauchte nie wiederzukommen.

Stattdessen war er nun schon Stunden hier.

Zuerst hatte man ihm einen blöden Hut gegeben. Angeblich, um die Abschlussklasse zu ehren, auch wenn es Kaiba schleierhaft war, wie man sie ehrte, indem man ihnen Hüte aufdrängte, mit denen sie wie Dorftrottel aussahen, die selbst für Dorftrottel einen eher schlechten Modegeschmack hatten.

Die meisten seiner Mitschüler trugen den Hut tatsächlich mit Stolz. Kaiba wunderte es nicht – wie er selbst wusste, schmissen sich die Leute auf alles, was man ihnen umsonst andrehte, egal wie zwecklos es war. Er selbst hatte seinen Hut strategisch beim Lehnen an der Wand so kaputtgedrückt, dass man ihn nicht mal mehr als Frisbee einsetzen konnte.

Dann musste er im Team mit einer furchtbar aufgeregten Anzu Mazaki auf die Bühne kommen, weil sie beide die besten Noten der Abschlussklassen hatten – was für ein extrem überraschungsfreier Höhepunkt.

Anzu schien sich bereits für ihren bevorstehenden Oscar-Gewinn warmzumachen oder ähnliches. Sie löste sich furchtbar auf, drückte den Direktor, drückte Kaiba, drückte die Schulsekretärin und hielt dann zu Kaibas absoluter Bestürztheit eine Dankesrede – wieso dankte sie anderen, weil SIE tolle Noten hatte?! – in der auffallend oft der Name „Yugi“ fiel. Das alles, während ihr Vater in einem Zustand, den man nur noch als Ekstase bezeichnen konnte, am Bühnenrand herumflitzte und einen Farbfilm nach dem anderen verschoss.

Auch Kaiba stieß man das Mikro ins Gesicht. Obwohl er öffentliche Auftritte an sich sehr schätzte, fasste er sich diesmal kurz. Er nutzte die Chance, mal in den Raum zu werfen, dass bitte keiner seiner Ex-Mitschüler sich erdreisten möge, ihn um einen Praktikumsplatz, einen Ausbildungsplatz, einen Arbeitsplatz oder sonst irgendeinen Platz in seiner Firma anzuhauen. Danke. Es war ziemlich still, als er das Podium verließ. Er war sich sicher, mindestens ein Dutzend leicht enttäuschter Gesichter in der Menge zu erblicken.

Als er dann schon hoffte, es könnte nicht mehr sinnloser werden und alles wäre damit gegessen, trat der Direktor ans Mikrofon und richtete „Worte an die Schüler“, die ihn für eine weitere halbe Stunde auf seinem Stuhl festnagelten.
Als er dann endlich, endlich sein Diplom abholen und verschwinden durfte, steckte er dem Direktor diskret die Nummer seines Redenschreibers zu. Den brauchte er wirklich dringend, obwohl Kaiba daran zweifelte, dass er sich den Mann leisten konnte.

Nun, er DACHTE er könne nun endlich verschwinden...aber dann...

Kam das.

„Sind dann alle bereit für das Abschlussfoto?“ flötete die Frau an der Kamera, während sie unmissverständlich am Auslöser fummelte.

„Nein,“ tönte es wieder motiviert aus der obersten Reihe. Mit ausgestrecktem Finger deutete Yonouchi auf Kaiba, der ihn verständnislos anstarrte, bereits halb aus der Tür.

So ein Denunziant!

„Kaiba muss noch! Komm hierher!“

Nun war alles zu spät – das Gefuchtel des agitierten Blonden hatte die komplette Bande alarmiert.

Yugi lächelte scheu, aber einladend. Honda musterte Yonouchi kurz, als erwäge er, ihn niederzustrecken, machte dann aber auch eine Art zerquälte Willkommensgeste.

Anzu Mazaki hüpfte sogar fröhlich winkend auf den Zehen auf und ab, was in ihrem Spaghettiträgershirt noch mehr unerwünschte Aufmerksamkeit erregte.

Der Rest der Abschlussklasse, den die Foto-Torte bereits auf der Schultreppe aufgestapelt hatte, blickte fasziniert zwischen den Yugi-Tachi und dem wie immer außen vor stehenden CEO hin und her.

Auch wenn sie alle nicht dabeigewesen waren, wie er mit der bescheidenen Hilfe von Yugis Babysitterclub mehrmals in Folge die Welt rettete, war ihnen nicht entgangen, dass Seto Kaiba und Yugis Clique ein...spezielles Verhältnis...hatten. Und nun, da die Schule unwiederbringlich vorbei war, würde man solche Szenen nicht mehr allzu oft zu sehen bekommen.

Kaiba blickte zu dem Trupp an der obersten Treppe hoch, der sich so seinetwegen ins Zeugs legte, und plötzlich traf ihn die Erkenntnis an den Kopf, dass er sie wahrscheinlich nicht mehr so oft sehen würde. Er wusste nicht, was er daraus machen sollte.

Das nächste Turnier würde kommen, aber die Milleniums-Items waren wieder an Ort und Stelle verscharrt, und es würde sie so bald kein selbsternannter Superschurke mehr in lebensbedrohende Lagen drängeln. Selbst Mokuba war seit über einem Monat nicht mehr entführt worden. Es war still um sie herum. Es existierten keine Gründe mehr, zusammenzuprallen.
11.5.06 13:40
 


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