Startseite
    Random Crap
    FF-Pimp
    Desu Nôto
    WK
    POT
    Quotes I Like
    Kill Your Idols!
    Tivi Guide
    Steinbruch
    Fangirlism
    Statusbericht
  Archiv
  Ich Über Mich
  A FanGirl Mind
  Meine 7 FF-Gebote
  Fänfikschn!
  Die Katze!
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Links
   
   Maddle
   Tsutsumi
   Prince Of Fanservice



http://myblog.de/kleine.aster

Gratis bloggen bei
myblog.de





Wenn er verrückt ist, bin ich´s auch!



Der Plan: Yonouchi Katsuya ist von Seto Kaiba besessen. Noa Kaiba ist ebenfalls von Seto Kaiba besessen. Soweit nix Neues. Aber ich fand immer, dass die beiden auch viel gemeinsam haben – eine Riesenklappe, z.B. – und ich wollte immer sehen, wie Yonouchi die kleine Dreckschleuder erzieht. *lechz*

In dieser FF also baggert Noa Yonouchi an. Sein Gedanke: Gemeinsame Feinde machen einen zu Freunden...oder Liebenden?

Mein Lieblingspart: Katsuyas Gute Vorsätze. *G*


*****

Yonouchi hasste Computer. Und Computer hassten ihn. Das war eine einfache Tatsache.

Der Zwangsurlaub in Noah Kaibas virtueller Welt des Wahns hatte Yonouchi absolut davon überzeugt, dass von den piepsenden Scheissteilen nix Gutes kommen konnte – aber wenn er ehrlich war, war er mit den Dingern schon immer verfeindet gewesen.

So wie mit Shizukas Notebook, zum Beispiel: erst hatte das verschlagene gerät die mühsam gebastelte Fotomontage von einem nackten Seto Kaiba spurlos verschwinden lassen – um sie dann urplötzlich wieder auftauchen zu lassen, als seine Schwester nur kurz mal ihre eMails gucken wollte. Nie würde er Shizukas Gesichtsausdruck und diese fünf Minuten qualvollen peinlichen Schweigens vergessen...

Sein eigener Computer nicht zu vergessen: Als Yonouchi in einem Anfall von komplettem Irrsinn dieses alberne kleine Liebesgedicht an Seto Kaiba verfasst hatte, das irgendwie plötzlich als Rund-Mail an die ganze Schule rausgegangen war.

Glücklicherweise war das Gedicht so schlecht, dass keiner kapiert hatte, um wen oder was es eigentlich ging. Nicht mal seine Freunde.

Und das war gut so. Er wollte ihnen das Wissen um seine Gefühle ersparen. Und er wollte sich ihre mitleidigen Blicke ersparen. Sie alle kannten Seto Kaiba wie er gut genug, um zu wissen, dass alle Formen von Verliebtsein eine hoffnungslose Nullnummer waren.

Yonouchi war nicht gern eine hoffnungslose Nullnummer.

Lustlos liess er sich in dem abbruchreifen Stuhl zusammensacken und beäugte misstrauisch den schimmernden Bildschirm Seines Computers. Mittlerweile war es halb drei Uhr Nachts, und immer noch kein Ende in Sicht.

Er konnte unmöglich NOCH mal aufstehen, um sich einen Kaffee zu holen, nur um ein bisschen Zeit totzuknüppeln. Sein rechtes Auge zuckte bereits.

Yonouchi stiess die Luft aus und betrachtete, was er bisher geschrieben hatte. Das war doch Irrsinn, war das. Nichts davon konnte er morgen in der Klasse vorlesen! Er wusste bereits, dass er den ganzen Kram kurz vor Schluss wieder löschen würde.

Ihr Lehrer hatte ihnen aufgetragen, ihre Wünsche und Zukunftspläne aufzulisten. Und eigentlich hatte er ganz gut angefangen, fand Yonouchi.....


MEINE VORSÄTZE:

1. Besser im Duel Monsters werden.
2. Besser im Duel Monsters werden.
3. Bessser als KAIBA im Duel Monsters werden.
4. Nachgucken, ob Yugis CDs noch heile sind. Yugi CDs zurückgeben. Falls kaputt, Schuld auf Erdbeben letzte Woche schieben.
5. Pünktlich zur Schule kommen. Mindestens 1x im Monat.
6. Öfter Wäsche waschen. Mindestens 1x im Monat.

...und plötzlich, ab Punkt 7, ging alles den Bach runter.

7. Lexikon kaufen. Wortschatz erweitern, um Kaiba eins reinzuwürgen.
8. Aufhören, andauernd Sachen zu machen, nur um Kaiba eins reinzuwürgen.
9. Aufhören, Tag und Nacht an Kaiba zu denken.

Yonouchi biss sich auf die Lippen und sah sich die letzten seiner Vorsätze an. Er hatte sie geschrieben, fast ohne drüber nachzudenken. Sie waren alle wahr. Und gerade desalb konnte er sie niemandem zeigen. Niemals.

10. Aufhören, von Seto Kaibas Arsch fasziniert zu sein. Stattdessen anderen Arsch gut finden, z. B. Bakuras.
11. Einsehen, dass Kaibas ständiges Rumhacken kein Zeichen heisser, heimlicher Liebe ist. Sondern nur ein Zeichen, dass Kaiba gern auf mir rumhackt.
12. Einsehen, dass „Köter“ kein sexy Kosename ist.
13. Einsehen, dass wilde Affäre mit Seto Kaiba auch dieses Jahr nicht stattfindet. Auch nicht nächstes Jahr. Eigentlich nie.

Wenigstens hatte er keine Zeugen – eigentlich waren er und Anzu zu Yugi gefahren, damit sie ihre Listen gemeinsam zusammenstellten, aber nachdem Yonouchi drei Stunden dem Liebesgeplänkel der beiden gelauscht hatte („Nein, Yu-chan, eine gute Note in Geschichte IST wichtiger, als im Fitnessclub respektiert zu werden...“), hatte er den Spieleladen fluchtartig verlassen. Anzu und Yugi waren niedlich zusammen, aber manchmal erinnerten sie an zwei hormonelle Wellensittiche. Yonouchi fragte sich, wie der Pharao das aushielt. Vielleicht sah Yami deshalb in letzter Zeit so aus, als habe er Kopfweh.

Außerdem waren glückliche Turteltäubchen neben einer Wurzelbehandlung beim Zahnarzt zur Zeit das letzte, was Yonouchi brauchen konnte.

Yonouchi hatte sich zu Hause Cola und Eiscreme neben den Schreibtisch gestellt, um in Ruhe über seine Zukunft nachzudenken. Aber irgendwie war er von guten Vorsätzen auf schlechte Tatsachen gekommen. Und die schlechteste Tatsache in Yonouchis Leben war, dass er sich verliebt hatte. In die Geißel seiner Schulzeit. In einen, der ihn nur als Boxsack attraktiv fand.

Entschlossen lehnte er sich vor und tippte die letzten zwei Punkte seiner Liste dazu.

14. Einsehen, dass Seto Kaiba ein Geisteskranker, mordlüsterner, viel zu reicher Drecksack ist und ich eigentlich nix mit ihm zu tun haben will.
15. Wieder anfangen, Seto Kaiba zum Kotzen zu finden, wie früher.

Kaiba hassen, wie früher. Das wäre so schön.

Es war nämlich mal so gewesen. Als sie zum ersten Mal miteinander redeten – sich anmotzten, wohl eher – da fand er Kaiba nur lästig. Er, die kleine Straßentöle, fand den erhabenen ohsointelligentpräzisenknallhartenmachtbewussten CEO lästig. Komisch, aber wahr.

Diese Zeiten hatte es gegeben, und das waren gute Zeiten gewesen. Zeiten, in denen er nichts faszinierendes an Kaiba entdecken konnte. Wie auch? Kaiba kam, spie ein paar Beleidigungen in die Runde, verbreitete schlechte Laune und war in ner Dunstwolke wieder weg. Seto *Mein-Mantel-macht-fwoooosh!*-Kaiba. Damals fand Yonouchi ihn nur pompös, verrückt und ein bisschen albern.

Das war nicht besonders attraktiv. Nein, dafür hatte er ihn noch nicht geliebt...

Die Liebe hatte sich langsam an ihn rangeschlichen und ihn angesprungen.

Schuld war Noah Kaiba.

Schuld war nämlich dieser ganze Kram, den Yonouchi über Seto Kaibas Vergangenheit gelernt hatte. All der Schmerz...er bekam Respekt vor ihm. Und als er ihn erst mal respektierte, konnte er ihn nicht mehr albern finden.

Yonouchi würde diese Laus Noah für immer dafür hassen, dass er es ihm mies gemacht hatte, Seto Kaiba einfach zum Kotzen zu finden.

Er hatte begonnen, ihn anders anzusehen. Er sah nicht mehr Seto *Mein Mantel macht fwooosh!*-Kaiba, er sah nicht mehr die arrogante Spassbremse, die zu viel Zeit, zu viel Geld und zu viel Hirnzellen hatte....

Stattdessen sah er diese schönen, eisblauen Augen, die so viel Trauer verbargen...oder das nahm er zumindest an.

Yonouchi war bereit gewesen, sein Herz einen Spalt weit für ihn zu öffnen...

Und dann hatte Kaiba sie alle in einer Aktion höchsten Kaiba-Seins auf seiner blöden Knast-Insel fast in die Luft gesprengt. Der Arsch.

Yonouchi streckte sich. Seine Augenlider verweigerten ihm allmählich den Dienst. Im Nebenzimmer hörte er das gleichmässige Raspeln, das sein Vater im Tiefschlaf machte.

Gleich würde er auf „Löschen“ drücken und den ganzen Schrott einfach verschwinden lassen. Dann würde er morgen in der Pause noch schnell ein paar Standard-Vorsätze hinschmieren – das übliche, mehr Sport, weniger Kippen, mehr Lernen, weniger Saufen, was für die Gesellschaft tun, bla bla bla – die er seinem Lehrer zustecken konnte.

Die bittere Wahrheit konnte er keinem zumuten. Wirklich nicht. Er, Yonouchi, als Sklave einer hoffnungslosen, total verkackten...

ZAPP.

Zu Tode erschrocken, mit riesigen Augen, schob Yonouchi sein Gesicht an den Bildschirm. Hilflos musste er mit ansehen, wie sein verfluchter Text sich zusammenfaltete und verschwand...

Aber...

Aber...

....warum....?!

Und, viel wichtiger....wohin....?!

„Ich hab doch nichts gemacht!“ heulte Yonouchi empört.

Im Nebenzimmer stockte das Raspeln seines Vaters eine Sekunde lang, aber das kümmerte ihn nicht.

Er stand kurz davor, sich vor den Computer zu knien und ihn anzubetteln. Anzuflehen, ihm zu verraten, was zum Geier mit dieser verräterischen Liste passiert war.

Sein Amok-Schrieb war doch wohl nicht schon wieder als Rundmail durch die Schule unterwegs...?

Yonouchis Herz begann zu rasen. Scheisse....da stand mindestens ein halbes Dutzend mal Seto Kaibas Name drinne....bitte nicht....nein...nein...nein...n-

FWUPP.

„GAH!“ Der Schock schleuderte Yonouchi aus dem Stuhl, der Stuhl ging zu Boden, und er landete schmerzhaft auf dem Linoleum.

Stöhnend richtete er sich wieder auf und stierte ungläubig auf den Anblick, der sich ihm im Computer bot.

Der Bildschirm war nicht mehr leer.

Yonouchi rieb sich den Hinterkopf und wartete, dass die hässliche Halluzination verschwand.

Entweder, er hatte gerade den miesesten Flashback aller Zeiten...

Oder irgendwer hatte eine wirklich blöde Idee für einen Bildschirmschoner gehabt.

Aber das war kein Bildschirmschoner. Es sah ihn an. Und zwar direkt in die Augen.

Er starrte auf das letzte Gesicht, das er in seinem Leben hatte wiedersehen wollen.

Noah Kaiba lächelte engelsgleich, schüttelte die grünen Haarsträhnen und flötete: „Hi!“

Yonouchi blinzelte entgeistert.

Was? Hi...?!

Es war gerade mal ein paar Wochen her, dass Noah Kaiba versucht hatte, ihre Körper an einen Haufen alter Säcke zu verscheuern...ein paar Wochen her, dass Noah Kaiba ihrer aller Untergang angestrengt hatte...ein paar Wochen her, dass er seinen kompletten Wahnsinn unter Beweis gestellt hatte...

Und nun drängelte er sich in Yonouchis Computer, strahlte wie beim Abventssingen und sagte – hi?!

Nicht: „Ich kenne euch nicht, aber ihr werdet alle durch meine mächtige Hand sterben, har har har!“

Nicht: „Mein zweiter Plan zur Vernichtung von Seto Kaiba ist viel besser als der erste, har har har!“

Nicht: „Shinatos Arche ist zurück – und sie ist wütend!“

Nein: „Hi.“

Yonouchis massierte seinen vom Sturz geprellten Hintern, starrte in das kindliche Gesicht und machte den Mund auf und zu, ohne dass dabei ein Geräusch entstand. Kein Wort der Welt reichte aus, um seinen Schock zu beschreiben.

Der kleine Virus vor ihm beobachtete ihn. Seine Augen leuchteten eigentümlich. Er sah vergnügt aus, als stünde er in der Schlange vor Kaiba-Land an und hätte Freikarten für die Popcornmaschine. War das....Vorfreude....?

Was in aller Welt machte dem kleinen Spinner so viel Spass? Ein gutgelaunter Kaiba war kein gutes Zeichen. Noah Kaiba schon mal gar nicht.

Schliesslich fiel Yonouchi etwas ein. Er fauchte: „Warum gibt´s dich noch?!“

Noahs Miene verfinsterte sich. Er schmollte. „Wirklich, Yonouchi. Ich versuche nett zu sein – und dann so was! Du könntest wirklich taktvoller sein.“ Er setzte eine bekümmerte Welpenmiene auf. An Mokuba wirkte so etwas ziemlich niedlich. An Noah wirkte es durchgeknallt und irgendwie beunruhigend.
11.5.06 13:47
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Jitzu (27.6.06 18:34)
wirklich, WIRKLICH schade, dass du das nicht weiter geschrieben hast. Der Anfang war nämlich einfach genial. XD

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung