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Gozaburos Wille



Aaah! *lach* *händeklatsch* Auf dieses Werk bin ich besonders stolz! *G* Eine Szene mit Gozaburo und Pegasus...oder wie Redhead sagen würde, WirquälensetoshippinG ^^; Zwar keine Hints...aber in meinem Gehirn ist es sowieso beschlossene Sache, dass Gozaburo Kaiba und Max Pegasus das Größte Liebespaar seit Scarlett und Rhett waren! Warum? Fragt meinen Arzt...!

Der Plan: Gedacht als Prolog für eine längere Noa-Auferstehungs-FF. Die Idee war, dass Gozaburo damals Pegasus kennen lernte, weil er dessen hochentwickelte Labors nutzte, um Noas Verstand zu konservieren. Ist natürlich nur ein Schnipsel, aber es hat viel Spaß gemacht, die beiden zusammen zu schreiben. Ich mag auch Gozaburos POV, weil der sonst doch immer nur als Buhmann dasteht.

*****

Unbemerkt schimmerte eine Zigarre – eine echte Abberlines, fast unbezahlbar, was anderes stand nicht zur Debatte – im Aschenbecher ihrem Ende entgegen.

Der Mann, der sie sich angesteckt hatte, hatte sie längst aus den Augen verloren. Sein Blick ruhte undeutlich auf der schweren Bleitür vor ihm, während er sich im Stillen vorbereitete.

An diesem Abend nämlich machte sich Gozaburo Kaiba bereit, seinen engsten Vertrauten auszutricksen.

Und der hatte es auch wirklich nicht besser verdient.

Gozaburo Kaiba und der Tod kannten sich schon seit Ewigkeiten. Man konnte wirklich sagen, wie waren äußerst vertraut miteinander. Er kannte alle Spielarten des Todes, denn er stellte ihn im Großen Stil industriell her – zerschießen, zersprengen, zerlöchern, zerschmettern – alle Varianten waren ihm bekannt, und er wendete sie immer auf die vorteilhafteste Weise an.

Sie pflegten ein produktives Arbeitsverhältnis. Gozaburo Kaiba sorgte dafür, dass der Tod sich vermehrte, und er verdiente Millionen daran. Sie waren Partner – sie verstanden einander.

Aber...-

Aber niemals hätte er...

Aber niemals hätte er sich vorgestellt, dass der Tod einmal in sein Haus kommen würde.

Wie alle Männer, die in ihrem eigenen Imperium Gott darstellten, konnte er sich nicht vorstellen, dass die Naturgesetze auch ihn betrafen. Das hatte nichts mit Angst vor dem Tod zu tun – er konnte es sich einfach nicht vorstellen, seine ohnehin knapp bemessene Phantasie versagte an diesem Punkt.

Wie alle Männer, die sich eine Welt von eigener Hand erschaffen hatten, hielt sich Gozaburo Kaiba im innersten seines massiven Herzens für unsterblich. Sich und alles, was er besaß.

Aber wie es aussah, hatte er da was missverstanden.

Eine Woche war es nun her, und Gozaburo Kaiba konnte es noch immer nicht begreifen. Es kam ihm unwirklich vor...unglaublich...so wie die Science Fiction, die sein Kind sosehr liebte. Geliebt hatte.

Eine Woche, seit der Tod sich an sein Haus, an seinen Palast herangewagt hatte, bis an die Straße vor seinem eisernen Tor – um ihm in Gestalt eines vierrädrigen Monstrums seinen Erben zu entreißen.

Und Gozaburo wusste viel zu viel. Er kannte den Tod zu exakt. Das Versagen der Nerven, das letzte Zucken der Muskeln, das Erkalten des Fleisches. Das alles war Noa passiert.

In nur einem Augenblick hatte der Tod den Geist, den Willen, das Leben dieses Kindes ausgelöscht, und zurück blieb ein Klumpen Fleisch mit einem unbrauchbaren, toten Organismus darin.

Er konnte es nicht ertragen.

Er weigerte sich, diese Eigenmächtigkeit des Todes zu tolerieren.

Nicht mit ihm.

Der Verrat tat umso mehr weh, da er wusste, dass er keine Kinder mehr haben würde...abgesehen von dem Paket aus dem Waisenhaus, das in einigen Tagen sein Haus erreichen würde, wenn alle Verträge unterzeichnet waren.

Wenn das Paket ankam, würde seine Frau schon fort sein. Ihre Koffer standen schon bereit. Er hatte ihr seinerzeit alles an Liebe gegeben, das er hatte, und es war in letzter Zeit nicht mehr sonderlich viel. Und nun, da die Noa nicht mehr hatte, auf den sie ihre enttäuschte Zuneigung richten konnte, hatten sie beide nichts mehr miteinander zu tun. Sie hatte keine Liebe mehr für ihn. Und er konnte nicht erwarten, dass sie zwei Lückenbüßer aus dem Waisenhaus liebte.

Gozaburo würde dann wieder eine Vorlage haben, in das er sein Wissen, seine Expertise, seine Ideale hineinprägen konnte – mit dem Älteren ging das, sofern man seinen Willen brach, und was er mit dem Kleinen anstellen sollte, wusste er noch nicht – aber es war nicht das selbe.

Wenn er Noa angesehen hatte, hatte er den Beweis erblickt, dass er, Gozaburo Kaiba, trotz aller Gerüchte doch ein lebendes, fühlendes Wesen war. Dass er nicht nur Tod produzieren konnte, sondern auch Leben. Dass auch in seiner Welt so etwas wie Liebe und Zuneigung existierten...existiert hatten.

Noch nie hatte ihn ein anderer Mensch mit Augen voller Zuversicht und Vertrauen angesehen, weder seine lieblosen Eltern, seine Handvoll Verbündeter, nicht einmal seine Frau – nur Noa. Dessen unbeschwertes Lachen ihn vergessen ließ, dass Giftstoffe und Sprengsätze seiner Firma an alle Krisenherde der Welt unterwegs waren. Zu sehen, wie der wache Geist dieses Kindes täglich flinker und beweglicher wurde, erinnerte ihn daran, dass sich all das lohnte.

Aber er hatte Noas Vertrauen verraten. Er war nicht dagewesen, als er an diesem Tage auf die Straße lief...

Aber diesen Fehler würde er wieder beheben.

Und um das zu verwirklichen, hatte er sich einen neuen Partner angeschafft.

Die Zigarre in dem mit quietschbunten Kullern versehenen schweren Glasaschenbecher war längst zu einem Aschehäufchen verglüht. Gozaburo wartete geduldig, bis die Tür ihm gegenüber sich zischend öffnete.

Ohrenbetäubend laute Chill-Out-Gittarenklänge schwallten aus den Laborräumen und attackierten seine Nerven direkt. Gozaburo fuhr zusammen. Das erschien ihm dem Anlass nicht direkt angebracht.

Die schlanke Figur seines neuen Partners kam herausgetänzelt, dessen rasengrüner Samtfrack Gozaburo ebenfalls nicht sehr angebracht erschien...aber allmählich fand er sich damit ab.

Förmlich wollte er sich erheben, aber der andere wedelte nur leicht mit der Hand, liess sich in einen Stuhl neben Gozaburo fallen und bot ihm dem qualmenden Rest einer seiner Wunderzigaretten an.

Nachdem Gozaburo ihn einige Sekunden nur entrüstet angestarrt hatte, rauchte er sie selbst aus, reckte sich, streckte sich, und begann adrette Muskelübungen zu machen, während ihm ein herzliches Gähnen entwich.

„Noa wird eingespeist,“ verkündete er unbeschwert. „Bisher verträgt er es ausgezeichnet!“

Gozaburo kniff kühl die Augen zusammen. Auf seine Mitarbeiter hatte dieser Blick einen lähmenden Effekt, aber sein Geschäftspartner strich sich nur locker etwas Asche aus dem Samt.

„Du rauchst Haschisch , während du das Gehirn meines Sohnes digitalisierst...?“ knarrte Gozaburo missgünstig. „Was soll ich davon halten, Pegasus?“

Der andere liess nur die Knöchel knacken und kicherte. „Du solltest es verdammt noch mal ausprobieren, Kaiba...das macht Labors erst zu dem, was sie sind... Alchemistenküchen... weihvolle Orte...all die Farben und die Formen...“

Gozaburo liess den Spinner weiterfaseln und wunderte sich wieder aufs Neue, warum er in dieser heiklen Sache ausgerechnet mit diesem durchgeknallten Hippie paktierte.

Als er Maximilian Pegasus zum ersten mal begegnet war, hatte er seine Visitenkarte sofort hinterher zerrissen und weggeschmissen. Erfinderisch, aber bekloppt. Kreativ, aber unzurechnungsfähig. Außerdem, wie sollte man einen Kerl einschätzen, der als erwachsener Geschäftsmann mit Spielsachen rumhantierte...? Nicht Gozaburos Kragenweite. Hatte er angenommen.

Aber wenn Gozaburo bereit war, eines zu respektieren, dann war es Durchsetzungsvermögen. Und Maximilian Pegasus, auch wenn er ein langhaariger Irrer mit dubioser Geschlechtsidentität war – war ein erfolgreicher Geschäftsmann. Dafür verdiente er ein Mindestmass an Respekt, auch wenn Gozaburo von seinen Samtfracks übel wurde.

Und als er erkannt hatte, dass er für diesen speziellen Plan dringend einen risikofreudigen Wahnsinnigen brauchte – einen zweiten risikofreudigen Wahnsinnigen – war Pegasus erste Wahl.

„Wie lange noch?“

Noch ein Gähnen. „Etwa drei Stunden. Geh rein und sieh dir an, wie er eingelesen wird, Kaiba. Es ist unvorstellbar fantastisch...!“

Eine Hand landete auf Gozaburos schwerer Schulter und machte sich kumpelhaft dort breit. Der Waffenmillionär knirschte mit den Zähnen. Er hasste Vertraulichkeiten sowieso, und er konnte darauf verzichten, mit dieser brillanten, aber zwielichtigen blonden Prinzessin familiär zu werden.

„Wir beide, Kaiba,“ frohlockte Pegasus neben seinem Ohr, „wir beide erschaffen hier ein Wunder...vielleicht die nächste Stufe des Menschseins...wir haben Gottes Gesetze ausgeschaltet...“

„Ich habe Gottes Gesetz ausgeschaltet,“ stellte Gozaburo mürrisch klar. „Alle Pläne sind von mir. Du führst nur aus.“

Pegasus hob die Augenbraue. „Aber deine Pläne wären wertlos ohne die visionäre Technik von Industrial Illusions. Gib es zu, du bist ein Geldhund, aber du bist...unoriginell. Wir sind ein tolles Team, Kaiba. Sieh das doch ein.“ Gozaburo fing einen listigen Seitenblick auf. „Die Vereinbarungen stehen doch?“

„Natürlich. Industrial Illusions hilft mir bei...diesem Unternehmen hier, und die Kaiba Corporation investiert im nächsten Quartal zwei Millionen in deine...“ Gozaburo machte eine qualvolle Grimasse. „...Spielkartensache...“

„Tu nicht so angewidert, Kaiba. Meine Erfindungen bringen den Menschen Freude und eine kleine Flucht aus dem Elend ihres Lebens. Deine Erfindungen reißen ihnen die Gedärme raus. Wir arbeiten beide für die Gesellschaft.“

Gozaburo musste ein Zucken im Mundwinkel unterdrücken und lehnte sich zurück. „Diese Vereinbarungen zählen natürlich nur...wenn alles erfolgreich abläuft.“

Der andere kicherte in sich hinein und versuchte, bescheiden zu wirken, aber es war hoffnungslos. „Ich bitte dich...meine Technik ist fehlerfrei. Dein Sohn wird ein stärkeres und besseres Wesen sein als er es war bevor...“ Pegasus hüstelte. „Tut mir leid, das war unpassend...“

Gozaburo fischte nach einer weiteren Zigarre, damit Pegasus die Gefühle auf seinem Gesicht nicht sah.

Der Gedanke, wieder mit Noa sprechen und vielleicht sogar in seine Augen – nun, ein virtuelles Abbild davon – sehen zu können, liess eine Reihe unerwartet starker Gefühle in ihm toben. Furcht, Freude, Ungewissheit...dafür konnte er keine Zeugen brauchen.

„Wann ist er soweit, dass ich...mit ihm reden kann...?“

Bei dieser Frage wurde Pegasus – endlich – ernst. Sie schien seinen Experten-Nerv zu stimulieren. „Nun – das Einlesen dauert nur noch drei Stunden, aber er wird verwirrt und...entschuldige den Ausdruck – entsetzlich schlecht formatiert sein. Unsere Wissenschaftler brauchen noch zwei weitere Stunden, um ihn flott zu machen, und dann...“ Er prüfte die Uhrzeit. „Wahrscheinlich kannst du ihn so um Mitternacht sprechen.“

Gozaburo wiegte den Kopf. „Ich weiss nicht. Vielleicht will er sich noch ausruhen.“

Pegasus seufzte, und wieder war die Hand auf Gozaburos Schulter. Sie drückte ihn freundschaftlich, auch wenn er nicht wusste, was das sollte.

„Kaiba,“ sagte der andere, mit einer Stimme irgendwo zwischen Stolz und Trauer, „er muss sich nie mehr ausruhen...er wird nie wieder schwach oder müde sein...er ist kein Mensch mehr.“

Der Schock, dass Pegasus ihn bei einer väterlichen Regung erwischt hatte, wurde überlagert von dem Schock seiner Worte. Gozaburo sagte nichts, während er diese Worte auf sich wirken liess.

Er ist kein Mensch mehr.

Noa war kein Mensch mehr.

Genaugenommen...war er nicht einmal mehr Noa . Nur die virtuelle Kopie eines toten Kindes, in der Zeit eingefroren, ein manipulierter Datenhaufen.

Er würde sich darauf einstellen müssen. Er hatte Angst.
11.5.06 13:48
 


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