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Lost In Translation




Der Plan: Mokuba hat einen kleinen „Lost In Translation“-Moment in Amerika nach BCT.

Es dreht sich um nichts bestimmtes. Ich habe mir irgendwie nur vorgestellt, wie der kleine Floh so fremdelnd durchs riesige New York irrt, während Nii-sama Business tätigt.
Außerdem kenn ich diese Nachts-an-der-Tanke-Situation selbst. *G*


*****

Klick.

„Hmmm?“

„Hallo....? Kann ich reinkommen...?“

„Nein.“

Der verpickelte, mürrische Mann hinter der Scheibe musterte den fröstelnden Teenager misstrauisch. Er fühlte sich unübersehbar belästigt.

„Ich kann dich nicht reinlassen. Sicherheit, weißt du.“

Mokuba zerrte an seinem Mantel, um ihn fester zuzuziehen. Kleine Wölkchen stiegen aus seinem Mund auf, als er weitersprach.

„Seh ich aus wie´n Tankstellenräuber? Ich will nur was kaufen.“

Um seine Worte zu unterstützen, holte Mokuba seine Goldene Kreditkarte aus dem Mantel und schwenkte damit vor dem Gesicht des Mannes herum. Diese Kreditkarte war sein einigen Wochen sein bester Freund. Sein einziger Freund, konnte man sagen.

„Kleiner, bist du übergeschnappt?!“ Grunzte der Mann am Tankstellenschalter ihn an. „Pack sofort diese Karte wieder ein. Willst du überfallen werden und in `ner Mülltonne enden?“

Zähneknirschend liess Mokuba die Goldkarte wieder sinken. Zu Hause, da hatte man ihn überall, wo er hinkam, mit Sir angeredet, rollte ihm den roten Teppich aus, kroch ihm in den Arsch. Sein Name hatte diesen Effekt.

Und so nervtötend das auch manchmal war, hier vermisste er es plötzlich, so wie er alles vermisste. Hier hinterliess sein Name nur ausdruckslose, unbeeindruckte Gesichter.

Hier wurde es schrecklich kompliziert für ihn, wenn er um drei Uhr Nachts versuchte, was zu essen zu bekommen.

Der Tankstellenwart deutete auf die Sprechanlage. „So. Du bleibst draussen und sagst mir, was du willst. Mach, ich hab noch andere Sachen zu tun.“

Mokuba sah sich verstohlen auf dem menschenverlassenen Parkplatz um und betrachtete das tote, klinisch beleuchtete Innere der Tankstelle. Er konnte sich nicht ernsthaft vorstellen, dass dieser Mann hier irgendwas zu tun hatte.

Oh mann, wenn er gezwungen wäre, sich an einem so öden Ort sein Brot zu verdienen, würde er den Kunden auf Knien danken, dass sie mit ihm sprachen...!

Nicht, dass Mokuba Kaiba irgendwann mal daran denken musste, sein Brot zu verdienen. Nein, Sir.

„Also schön. Ich will eine Schachtel Abberlines, eine Vanilla Coke und dazu...Eiscreme...“

Der Mann war nicht begeistert. „Welche Sorte? Ich hab tausend Eiscremes hier. Das ist Amerika, Kleiner.“

„Was denn für welche?“

Hinter der kugelsicheren Scheibe rollte der Mann die Augen, als er lustlos vorzutragen begann: „Wir haben Erdbeer-Käsekuchen, Minze-Pfeffer-Kirschsorbet, Keks mit flüssigem Zucker, doppelt Schokolade, dreifach Schokolade, weisse Schokolade mit Trüffel und Amaretto, Biscotti mit Heidelbeerschaum, Tiramisu-Sahne, Sahne-Tiramisu, Pizza-Geschmack und bunte Pralinen mit flüssigem Keks. Was soll´s sein?“

Mokuba schwirrte der Kopf. „Äh...was ist der Unterschied zwischen Sahne-Tiramisu und Tiramisu-Sahne...?“

Der Mann sah ihn als, als kämen Tentakel aus seinen Ohren. „Bei Tiramisu-Sahne ist das Tiramisu unten und die Sahne oben. Was ist das für ´ne Frage?“

„Gibt es überhaupt so was wie flüssigen Keks...?“

„Kleiner...stiehl mir nicht meine Zeit, hm?“

„Na schön, dann nehm ich...äh...was war das erste?“

„Erdbeer-Käsekuchen?“

„Dann nehm ich das. Oh, und ´ne Pizza.“

Der Tankstellenwirt mass ihn mit einem mordlüsternen Blick. „Welche Sorte?“

Nein, nicht noch so ein Spielchen! „Vergessen Sie die Pizza. Das war´s.“

Mokuba wartete, während der Tankstellenwart sich im Zeitlupentempo aufmachte, seine Einkäufe zu verpacken.

Er blies auf seiner Finger, aber das brachte ihr Leben nicht zurück. In all den bunten Prospekten von New York, die Seto ihm vor der Abreise gezeigt hatte, stand nirgendwo drin, dass man sich die meistes Zeit den Arsch abfrohr.

Vage war dem kleineren Kaiba bewusst, dass er so, wie er Nachts durch die Strassen lief, förmlich ein Geschenk für die Strassenräuber war, die sich auf der Upper East Side durchschlugen. Er war ein ungekämmtes, 14 Jahre altes Kind mit einer Goldenen Kreditkarte und ohne Nahkampftechnik. Trotzdem trieb es ihn immer wieder aus seinem Hotelzimmer heraus. Fast hatte er das Gefühl, er wünschte sich eigentlich, dass ihm eines Tages eine Bande Killer mit Messer gegenüberstehen würde.

Dann würde wenigstens was passieren. Irgendwas.

„Da.“ Eine kleine Schublade krachte auf, in der Mokubas Einkäufe verstreut lagen. Er bückte sich danach, aber der Mann zerrte sie so weit wieder zurück, dass er dem Teenager fast die Finger abgeklemmt hätte.

„Nichts da. Das macht 18 Dollar.“

Mokuba verstand zunächst nicht, wie das funktionieren sollte. Dann leuchtete es ihm ein, und er schmiss seine Kreditkarte in die Schublade. Der Mann holte sie ein und warf einen Blick drauf.

„Tut mir leid,“ sagte er, nun absolut geschäftsmässig, „Domino? Die nehmen wir nicht.“

Dann eben kein Eis, verdammt.

Mokuba warf die nutzlose Kreditkarte achtlos auf sein Bett, als er ins Hotelzimmer zurückkehrte, und warf sich selbst hinterher, mit Schuhen, Mantel und allem.

Die Fische, seine einzige Gesellschaft, trieben leidenschaftslos wie immer durch ihr tropisches Plastikparadies. Das Aquarium sonderte ein leises Blubbern ab. Das und das anhaltende leise Surren der Klimaanlage waren die einzigen Geräusche, die Mokubas Tage begleiteten.

Zu Beginn war er noch rausgegangen, voller Begeisterung, Amerika, und er war in New York rumgelaufen und hatte Fotos geschossen und sie Seto geschickt, der zur Zeit von Stadt zu Stadt reiste, um Investoren, Softwareexperten und weiss Gott wen zu treffen.

Er hatte damit aufgehört, als er merkte, dass Seto all seine Fotos sowieso nur löschte ohne sie anzusehen. Sie nahmen zu viel Speicherplatz in seiner Mailbox ein.

Damals hatte Mokuba auch noch geglaubt, sie würden hier irgendwo ein richtiges Haus kaufen, einziehen, sich ein zu Hause schaffen. Aber nein, Seto hatte offenbar vor, ihre Zeit in Amerika nur auf verschiedene Hotels zu verteilen. Er mochte das Land nicht.

Andererseits....was mochte Nii-sama schon?
11.5.06 13:52
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Nuriko (29.5.06 00:24)
*platt is*
Ich les ja wirklich alles was mir von dir vor die Linse kommt. Aber deine Mokuba und Seto Storys vergöttere ich sehr! Du hast den dreh raus, Mokuba eine neutrale Meinung über seinen Bruder zu geben. Vllt. sollte ich das erklären. Ich meine damit, dass du Mokuba nicht zum dummtreuen O-toutou machst sondern zeigst, dass auch Mokuba an seinem Bruder Dinge auszusetzten hat oder das es ihn kränkt wenn Seto Dinge die er mit Liebe für ihn gemacht hat nicht zu würdigen weiß! (siehe die Fotos von NY!) Auch wie du beschreibst, dass sein Name in Amerika ein Schiss unter 100derten ist, gefällt mir! Auch die Macht der Kaibas hat Grenzen. =) Wie du merkst bin ich hellauf begeistert! Ob es sich lohnt dich zu bitten doch zu überlegen ob du eine Fortsetzung schreibst? Ich finde sie sehr gut gelungen und würde gern weiterlesen was Mokuba noch so alles unternimmt und ob er wirklich RäuberFutter wird. Oo
Vllt. kommt ja irgendwann der Geistesblitz und du hast es einfach!*gg* Wäre schön wenn du mir dann bescheid sagst!
Mit ganz lieben FanGrüßen!
Nuriko

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