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Tag der Idioten



Der Plan: Mokuba hört zum ersten mal von einer bizarren Veranstaltung namens Valentinstag. Sein Bruder erklärt ihm zwar, dass dieser Tag nur dazu da ist, dass Vollidioten Geld für Blumen ausgeben, aber Mokuba möchte trotzdem ein Date. Er wendet sich an einen Computer-Kuppel-Service und lernt einen hinreißenden Internet-Flirt kennen. Der Valentinstag kommt, und Mokuba begibt sich zu seinem Date, zusammen mit Seto, der sich hat breitschlagen lassen, den Kuppel-Service ebenfalls auszuprobieren.
Natürlich stellt sich heraus, dass die beiden Kaibas sich gegenseitig daten. Alles ist schrecklich peinlich...aber irgendwie sehen sie auch ein, dass sie füreinander bestimmt sind.

War natürlich als Valentins-FF angedacht. Ähm...tscha, eMail für dich in der Kaiba-Variante. Vielleicht ok, dass nix draus wurde. Der Part mit den Kaibas und dem Weihnachtsmann im Waisenhaus gefällt mir aber. J Und der Titel. *G*


*****

i´m trough with love
i´ll never fall again
said adieu to love
don´t ever call again
cause it must be you
or no one
that´s why i´m through with love




Es gab – insgesamt betrachtet – nur einige wenige Geräusche, die Seto Kaiba im täglichen Leben ertragen konnte. Und noch weniger Geräusche, die er wirklich, wirklich mochte.

Genaugenommen gab es nur drei.

Er mochte das saubere *plingplingpling*, wenn seinen Herausforderern die Lebenspunkte ausgingen.

Er mochte das *fwooosh!* seines Mantels, wenn er hinter ihm im Wind wehte....um ehrlich zu sein, arbeitete er sogar stets daran, seinen nächsten Mantel *fwoooshiger* als den zuvor zu machen.

Aber das Geräusch, das er mit Abstand am liebsten hatte, war...

„Nii – sama?“

Dieses.

Seto Kaiba hasste es, unterbrochen zu werden – insbesondere, da er sich nicht vorstellen konnte, was die Welt zu bieten haben sollte, IHN zu unterbrechen – aber Mokuba war etwas anderes. Er war immer ein erfreulicher Anblick. Der erfreulichste Anblick, den Seto kannte – neben Yugi Mutôs blödem Gesicht, wenn er ihn in die Enge trieb.

Mokuba konnte Seto sogar dazu bringen, das Gesicht für einen Moment aus dem Gewühl von Drähten zu nehmen, das irgendwann mal eine brandneue Duel Disc werden sollte.

„Was gibt´s, Mokub...- „

Setos Blick fiel auf das Gesicht seines kleinen Bruders, und er verstummte erst mal.

Mokuba sah nicht so aus, als wäre er gekommen, um seinem älteren Bruder fettiges Fast Food anzubieten und ihn zum Plaudern zu überreden, wie sonst. Er sah auch nicht aus, als hätte er dringende Neuigkeiten – in dem Fall wäre er mit rudernden Armen und fliegenden schwarzen Haaren vorangestürmt.

Er sah vielmehr aus, als wäre ihm im Vorzimmer Gozaburos Geist erschienen, und er wäre immer noch nicht drüber weg.

Mokubas dunkles, kluges Gesicht war eingefroren. Eine der feinen schwarzen Augenbrauen – die linke, um genau zu sein – war fast in seinem wuscheligen Haaransatz verschwunden. Die eine Hand hatte er nachdenklich in die Hosentasche versenkt, die andere hielt seinen kleinen schwarzen Terminkalender mit dem Zeichen des Weißen Drachen darauf. Zwischen seinen Augen stand eine hohe, äußerst seltene Falte.

„Seto...“ sagte er, ohne aus dem Kalender aufzublicken, „Wasisndasn?“

Er wirkte so verwirrt, dass er nicht einmal daran dachte, näherzukommen. Widerwillig riss Seto sich von seinen Drähten und Elektroden los und stellte sich hinter Mokuba, um besser sehen zu können. Er warf einen schnellen Blick auf die Kalenderseite und konnte nichts Ungewöhnliches entdecken.

„Was soll sein, Mokuba...? Gibt´s ein Problem mit dem Duel Disc-Release nächsten Monat?“

Mokuba hatte seit einiger Zeit neben dem Posten des Vizepräsidenten die Aufgabe des Kaiba Corp.-Experten für Festlichkeiten aller Art übernommen. Da Seto wenig bis gar kein Talent für organisierte Fröhlichkeit an den Tag legte, aber hin und wieder Parties für seine Kunden schmeissen musste, war er dankbar gewesen. Mokuba schien mit Heiterkeit und ähnlichem Schwachsinn mehr anfangen zu können.

Da kam ihm ein furchtbarer Gedanke... Seto zog die Stirn in Falten. „Die Deko muss nicht SCHON WIEDER extra aus Mexiko eingeflogen werden? Pegasus will nicht SCHON WIEDER in Frauenkleidern erscheinen? Bitte sag mir, dass es das nicht ist!“

Mokuba machte sich immer noch nicht die Mühe, seinen Bruder anzusehen. Er wedelte nur abwesend mit der Hand, den Blick weiter in die Kalenderseiten geheftet.

„Nein, das isses nicht,“ meinte er langsam. „Die Eisfiguren sind schon bestellt, und Pegasus will in nem grünen Frack kommen oder so....ich mein DAS hier.“ Er legte den Finger auf ein Datum. „Hier. Das hab ich noch nie bemerkt. Das Datum ist rot markiert, und da ist sogar ein Herzchen daneben gedruckt...aber was...Nii-sama, was zum Geier ist denn...Sankt Valentin...?“

Nun sah er auf, das Gesicht fragend und zerknautscht. Gerade noch rechtzeitig, um Setos hasserfüllten Blick zu bemerkten, mit dem er das Herzchen bedachte.

Seto schnaubte. Nicht doch. DIE Scheisse. Hatte er fast vergessen. Und er wünschte sich, er wäre niemals dran erinnert worden.

„Kümmer dich nicht drum,“ sagte er brüsk und wandte sich ab. Mokuba blinzelte erschrocken.

Abrupt setzte der ältere Kaiba sich in Bewegung und kehrte an die offenen Eingeweide der Duel Disc zurück. Er nahm eine Pinzette zur Hand und begann, in der Verkabelung zu wühlen.

Innerlich köchelte er. Er verspürte einen zornigen Stich darüber, dass Mokuba überhaupt über diesen Blödsinn gestolpert war. Sein kleiner Bruder war intelligent, er war aufgeweckt, er sollte nicht mit solchen Albernheiten konfrontiert sein. Es fühlte sich ein wenig an, als habe er mitangesehen, wie Mokuba mit Schmutz beworfen wurde.

Bevor er es aufhalten konnte, bahnten sich die wütenden Worte ihren Weg von seinen Lippen: „Valentin, Mokuba, ist ein vollkommen idiotischer Tag, der von Großunternehmern erfunden wurde, um die Blumen- und Pralinenpreise in die Höhe zu treiben. Es ist ein sinnloses Spektakel, bei dem von Seiten der Geschäftsleute temporäre Verblödung ermutigt wird. Und alle, die noch mehr als eine lebende Gehirnzelle besitzen, ignorieren diesen Tag und warten, dass er vorbei ist.“

Mokuba beobachtete besorgt, wie sein älterer Bruder die Pinzette in seine neueste Erfindung rammte. Er hatte seinen ersten Schock über Setos Grobheit offenbar überwunden. Mokuba war zu lange Setos Bruder, um sich von solchen Wutanfällen verschrecken zu lassen.

„Und was...was machen die Leute so, an diesem Tag?“ forschte er vorsichtig nach.

Entnervt schmiss Seto die Pinzette auf die Seite und Griff nach einer Zange. Ihm war danach, irgendwas durchzuschneiden. „Sie schicken kitschige Postkarten an Leute, die sie lieben,“ sagte er ungeduldig. So viel war bei ihm über Valentinsbräuche hängengeblieben. Alberne Postkarten mit Kätzchen oder Vogelzeugs drauf, die unnatürlich große Augen hatten.

Mokuba blinzelte. „Soll das heissen...ich schick dir dann ne kitschige Karte und du schickst mir eine...?“

Seto konnte sich ein spöttisches Lachen nicht verkneifen. „Wir?! Nein.“

Mokuba war entrüstet. „Aber...wir lieben uns doch...!“

Seto sah auf und liess die Zange neben sich auf dem Tisch liegen. Er brauchte einen Moment, um das zu verdauen.

Es war seltsam: Mokubas unbekümmerte Art, seine Zuneigung zu zeigen, erwischte ihn immer wieder unerwartet. Seto wusste, dass er seinen Bruder liebte. Er wusste auch, dass sein Leben auf der Stelle enden würde, wenn es andersherum nicht auch so wäre.

Trotzdem – diese Dinge in den Mund zu nehmen war nicht seine Sache. Das Wort Liebe bereitete ihm immer Unbehagen.

Es drückte so viele Sachen aus, von denen er nicht viel wusste – und an die er, offen gestanden, nicht wirklich glaubte.

Er vermied dieses Wort, wenn er konnte. Auch Mokuba gegenüber.

„Nani – ?! Oh, nein, Mokuba, das gilt nur für Leute, die sich auf diese andere Art lieben...du weißt schon...wie in diesen Filmen, die nachts im Fernsehen kommen...oder...“ er suchte nach einem anschaulichen Beispiel. In seinem eigenen Leben fand er keins. „Oder wie Yugi Mutô und dieser Cheerleader.“ meinte er schließlich hilflos.

Mokuba dachte einen Moment darüber nach. Sein Blick wanderte zwischen dem Kalender und seinem Bruder hin und her. Bis ihn die Erkenntnis erwischte, und seine Augen gross wurden.

„Oh...oh! Du meinst DIESE Art von Liebe.“ Er machte eine Grimasse. „Diese alberne Art, meinst du.“

Seto nickte zufrieden. Offenbar hatte Mokuba ihm aufmerksam zugehört, wenn er über diese andere Art von Liebe hergezogen hatte. Gut für ihn.

„Genau. Die alberne. Mit der wir nichts zu tun haben.“ Er schnappte sich die Zange und hängte sich wieder in die Duel Disc. Immerhin musste das Ding bis zu dem Release fit sein...

Seto brauchte eine Weile, bis er merkte, dass seine harten Worte nicht gefruchtet hatten. Mokuba stand immer noch da und sah ihm zu, wie er an den Drähten herumbastelte, aber er wirkte, als denke er über irgendetwas anderes nach.

„Du...du stehst immer noch da...?“ sagte er unsicher. Es kam nicht ganz so freundlich rüber wie geplant.

Wenn Seto eines vermeiden wollte, dann, dass Mokuba noch mehr von seiner wirklich wertvollen Geisteskraft auf Valentin verschwendete.

„Seto,“ Mokuba schlenderte zu Setos Arbeitstisch, stützte die Ellenbogen auf und sah in fragend an, „dieser Tag scheint vielen Leuten ne Menge zu bedeuten. In der Schule reden sie alle von nichts anderem mehr. Valentin hier, Valentin da...wenn es so albern ist, warum bedeutet es den Leuten so viel?“

Mit einem Flattern seines Mantels neigte sich Seto weiter runter, um Mokuba in die Augen zu sehen. Er überlegte, wie er seinem kleinen Bruder klar machen konnte, was er dachte...

„Mokuba,“ fiel ihm dann ein, „erinnerst du dich an diese Geschichte vom Weihnachtsmann?“

Mokuba überlegte. Dann schnippte er mit den Fingern. „Santa Claus? Dieser Dicke mit den Geschenken? An den im Waisenhaus alle geglaubt haben, nur wir nicht?“

Er verzog das Gesicht. Seto musste Grinsen. Na schön, das war auch wirklich nicht ihr tollstes Weihnachten gewesen.

Es hatte einen ziemlichen Tumult an diesem Weihnachtsabend im Waisenhaus gegeben, weil Seto den bestellten Weihnachtsmann beschuldigt hatte, eben bestellt und ausserdem ein arbeitsloser Student zu sein. Mokuba hatte daraufhin einer Betreuerin schlimme Bisswunden zugefügt, als sie versuchte, Seto aus dem Raum zu schmeissen.

Schlussendlich hatten sie dann Weihnachten zusammen mit Stubenarrest verbracht. Der Teil war nicht schlecht gewesen, eigentlich.

„Siehst du, du weißt es noch,“ fuhr Seto fort, als er sah, wie Mokuba ebenfalls ein Grinsen runterschluckte. „Und das mit Valentin ist genau so ein Schrott. Die Leute wollen nicht an die Realität glauben, denn die ist hässlich. Sie wollen viel lieber irgendeinen ausgedachten Mist glauben, der aber hübscher klingt.“

„Aber wir sind natürlich schlauer?“ fragte Mokuba. Seine Mundwinkel zuckten leicht. Seto blieb ernst.

„So ist es. Wir sind zu klug für so was. Es ist so: die meisten Leute führen ein ödes, ereignisloses Leben. Darum wollen sie sich einreden, dass sie in Wirklichkeit in so einer Welt voller Leidenschaft und Hingabe und was nicht alles leben. Und an Valentin bilden sie sich ein, sie könnten sich besser verlieben oder sie wären furchtbar verliebt. Oder so.“

Er drückte seinem kleinen Bruder die Schulter. „Unser Leben, Mokuba, ist weder öde noch ereignislos. Und wir sind zu schlau, uns was einzubilden. Darum geht uns dieser Tag auch rein gar nichts an.“

Er sah seinem kleinen Bruder ins Gesicht und erwartete das übliche – ein Kopfnicken, ein Lächeln, ein „Hast recht, Nii-sama!“ - aber der Kleine...schüttelte nur den Kopf, während sich ein breites Grinsen auf seinen Zügen ausbreitete. Er sah bedauernd aus und fast – konnte das wahr sein?! – fast ein bisschen...mitleidig...?

„Mann, Nii-sama,“ seufzte er, und fast hätte man es für Spott halten können, hätte sein Gesicht nicht so liebenswürdig gestrahlt, „müssen wir Kaibas denn für ALLES zu schlau sein...? So, wie meine Klassenleute es schildern, hört es sich an, als wäre es ein Spass.“

Seto richtete sich auf und blinzelte. Beinahe tat es ihm ein bisschen leid, Mokuba die Freude versaut zu haben...aber sollte er dastehen und abwarten, bis sein Bruder von selbst rausfand, dass Liebe ein Hirngespinst war? War es nicht fairer, ihn zu warnen?

Er versuchte, seiner kalten Stimme etwas Trost beizumischen. „Ich...es gibt doch noch andere Sachen, die Spass machen...“

Mokuba sah ihn neugierig an. Mist. Nicht, dass Seto besonders viel Ahnung von Sachen hatte, die Spass machten.

„Duel Monsters, zum Beispiel. Börsenkurse. Leute auf der Schnellstrasse im Auto überholen...“ Setos Stimme verebbte. Mehr spassige Sache fielen ihm nicht ein.

Mokuba gluckste. „Stimmt. Es macht immer Spass, wenn du Leute überholst ...trotzdem...schade.“

„Du kannst heute die Wartung der Hauptanlage übernehmen, wenn du willst,“ bot Seto an. Er verzichtete ungern darauf, aber sein Umgang mit Mokuba tat ihm leid. „Das macht doch Spass – etwa nicht.“

Sein kleiner Bruder warf den Kopf nach hinten und lachte ein explodierendes, helles Lachen. Seto beobachtete ihn und wusste nicht, ob er mitlachen oder die Augen warnend zusammenkneifen sollte. Mokubas Lachen bereitete ihm immer Freude – auch wenn es so aussah, als würde er ihn auslachen...
11.5.06 13:54
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Nuriko (29.5.06 00:59)
Okay. Super. Jetzt hast du mich soweit. Ich bin süchtig nach deinen MokubaxSeto FF's!!! (Nicht das es vorher anders gewesen wäre!)
Erinnert mich an deine andere ValentineFF "HeadCheerleader" dich ich auch sehr liebe! Aber DIE hier hätt ich auch gern zu Ende gelesen. Klingt sehr schön!
Seto würde mich mögen..*lol* Ich halte nämlich auch nix vom ValentinsTag. Wenn ich nicht wüsste, dass das alles Wracks sind die du nie wieder bergen wirst würde ich um Fortsetzung betteln. Wie gesagt... ich warte auf den GEistesblitz der dich all die herrlichen FF's weiterschreiben lässt!

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