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Gestern Nacht auf Pro7: Mit nackich!

Wahrscheinlich ist das bekannt, aber: es gibt GUTE schlechte Filme und schlechte schlechte Filme!
Schlechte schlechte Filme sind die, die solide und durchschnittlich sind, und darum einfach bloß langweilig. Am schlimmsten ist es, wenn Filme mit Absicht versuchen, GUTE schlechte Filme zu sein – denn das klappt fast nie.

Nein – um einen echt original GUTEN schlechten Film zu machen, braucht man den totalen Größenwahn, man würde soeben ein Meisterwerk fabrizieren.
Man braucht einen irrsinnigen Drehbuchautor, der im Koks- oder Geldrausch sein klischeebeladenes Drehbuch für ein tiefgründiges Epos hält, extrem fehlbesetzte Stars, die denken, sie würden in einem Hit mitwirken (XD) und einen Regisseur, der diese Pampe voller Ernst und Dramatik umsetzt, anstatt, wie er sollte, brüllend davonzulaufen.

So ein Film ist Showgirls , aka „Brüste – das Musical“^^. Was auch der Grund ist, warum es immer ein Anlass zum feiern ist, wenn diese notgeile Stinkmorchel mal im Fernsehen kommt!



Nomi: Eine Frau leckt ihren Weg...!

Schon die Geschichte dieses Films ist so etwas wie eine perverse, ziemlich frauenbeleidigende Variante aller „Mädchen kommt in die Großstadt“-Schmonzetten, die bisher gemacht wurden. Mit nackich.

Nomi Malone, ein einfaches Straßen(strich)mädchen, kommt nach Las Vegas, um sich ihren Großen Traum zu erfüllen. Ist ihr Traum, Tänzerin zu werden? Oder ein talentierter Showstar? Nein – ihr Traum ist es, in einer Las Vegas-Tittenrevue aufzutreten, in der sie mit Glitzerpuscheln an den Brüsten zu schlechter Technomusik lächerliche Porno-Aerobic machen darf.
Man will ihr sofort zurufen: „Yeah Mädel! Kämpf um deinen Traum, dich nackich zu machen!“
Zu diesem Zwecke zeigt Nomi allen Männern, die in Las Vegas das Sagen haben, ihre Brüste – um die Hauptrolle in einer Nackte-Brüste-Revue zu bekommen, damit sie ihre Brüste noch viel mehr Menschen zeigen kann. Damit kommt sie in zahlreiche Catfights mit anderen Mädels, die auch ihre Brüste zeigen wollen. Zwischendurch sieht man Brüste.

Und das muss man dem Film zugestehen: alle Frauen haben schöne Brüste. Immerhin. Den Rest kann man vergessen.

Gespielt wird Nomi herrlich talentfrei von Elizabeth Berkeley, die ohne Scheiß aussieht wie ein extrem überschminkter Transvestit oder ein Basketball, auf den einer die Klischee-Make-up-Visage einer Sexpuppe aufgemalt hat. Ähnlich inspiriert ist auch ihr Schauspiel. Man nimmt ihr sofort die hohle Nuss ab, die nichts anderes kann, als mit den Brüsten zu wackeln – sie lebt sozusagen die Rolle! XD

„Showgirls“ enthält natürlich auch eine Tonne unfassbar peinlicher Sexszenen, wo sich die Erotik der Sexy Clips, die nachts auf dem offenen Kanal laufen, mit einem viel zu hohen Budget und einem Las Vegas, wie es sich ängstliche Vorstadtmuttis vorstellen, paaren.
Wie Nomi in einem Whirlpool unter Neonflamingos zu steiler 80er-Porno-Musik auf dem „Entertainment Manager“ Zack rumhopst: eine unvergessliche Szene der Filmgeschichte.



Mach mir den Flipper! Einer der vielen Höhepunkte dieses an Höhepunkten reichen Films!

Der absolute Abschuss sind allerdings die Tanzszenen. Wie Nomi und ihre Konkurrentinnen mit Glitzer auf den Nippeln in unbeschreiblichen Fetisch-Kostümen Gang-Bang-Szenarien nachzappeln, ist ohne Worte. Alle Choreografien des Films sehen aus, als habe sie D! von Popstars unter schwerem Einfluss von Crack entworfen. Alle Kostüme sehen aus wie der Resteverkauf im Fetisch-Großlager.



Ein Beispiel für die gewagten, tabubrechenden Tanzszenen

Total rührend ist, wie der Film versucht, dabei enthüllend und kritisch zu sein – „Seht her, das ist der harte Sündenpfuhl, in dem kleine, brave Luder zu noch größeren, koksenden Ludern werden!“ Es gibt Szenen, die sollen unglaublich dramatisch wirken – wenn sich etwas zwei Rivalinnen der Nacktrevue oben ohne in der Umkleide kloppen oder wenn Nomi gezwungen wird, sich (Oh nein! Wie fies!) sich Eiswürfel auf die Nippel zu reiben, damit sie hart werden für den Auftritt.

Das alles soll irgendwie die Brutalität des Showbusiness vorführen, was aber so was von nicht klappt, da der Film eigentlich auch zu 75% aus blanken Möpsen besteht. Man kann tatsächlich die Uhr danach stellen – wenn es 5 Minuten keine Brüste mehr zu sehen gab, ist die nächste Nackttanz-, Bums-, Duschszene nicht weit.
So viel zur Kritik am Sex-Business.

Die Oberschurkin aka Erzrivalin des Films ist dann natürlich auch eine erzböse Superlesbe, die es Nomi übelnimmt, dass sie ihr einen Korb gegeben hat. Und das, nachdem sie sie mit dem unschlagbaren Anmachspruch „Du hast fantastische Titten!“ angebaggert hat!



Nicht verpassen: der "Fight" der Rivalinnen! Mit nackich!

Die beiden Mädels haben dann unfassbar lustige „Tanzduelle“ mit nackich oder in unmöglichen S/M-Aerobic-Korsagen, wo es vor Erotik nur so prickeln soll.
Das einzige, was man sieht, sind aber zwei mäßig talentierte Schauspielerinnen, die mit bebenden Nasenflügeln ihren Brüste aneinanderrubbeln, und es ist alles sehr komisch.

Überhaupt sind die Dialoge großartig. Das fragt Nomi Zack in einer romantischen *hust* Szene mit verträumten Bambi-Augen „Was ist BWL....?“ (Ach, wie süß naiv sie ist!), ihre Kollegin meint, Nomi sähe so gut aus wie „ein 30 Zentimeter langer Schwanz!“, und damit es auch wirklich erotisch zugeht, kommt eigentlich in allen Sätzen das Wort „ficken“ vor...was nicht schlimm wäre, wenn nicht alles so schrecklich blöde wäre. XD

Am Ende lernt Nomi dann ihre Lektion und wendet sich vom sündigen, verdorbenen Las Vegas ab, um – na was? – wieder eine ehrliche Straßenprostituierte zu werden! Und das, meine Lieben, ist der amerikanische Traum!

„Showgirls“ ist ein Film für alle, die Brüste mögen, schlechte Dialoge, orientierungslose Schauspieler, geschmacksbefreite Neon-Plüsch-Chichi-Kulissen und schlechten Ausdruckstanz mit nackich. Also für alle. XD

Ich werd auch weiterhin stets eine Flasche Champagner kaltgestellt lassen für eine weitere Wiederholung von „Showgirls“, einem Fest des schlechten Geschmacks. =)

P.S.: „Showgirls“ war auch der erste Film von Paul Verhoeven nach seinem Mega-Hit „Basic Instinct“. Danach brauchte er Jahre , um sich von der Gurke wieder zu erholen. Im Gegensatz zu den Schauspielern, die einfach sofort wieder in der Versenkung verschwanden.

***
Showgirls
Regie: Paul Verhoeven
Buch: Joe Esterhaz
Darsteller: Elizabeth Berkeley, Gina Gershon (als Evillesbe), Kyle MacLachlan, Gina Ravera
26.5.06 11:32
 


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Rei / Website (26.5.06 14:19)
*lol* XD
Du machst mir grade echt Bock auf den Film ... *kicher* Ich LIEBE gute schlechte Filme! *____*
Bei manchen kann man einfach nur feiern. *grins*
Danke für die wunderschöne Analyse!

~ Rei ~

PS: Wow - Brüste! O_O


EvilMokuba / Website (26.5.06 14:26)
*lach* Yep. Man muss nur alles, was man als Frau über die Würde der Frau weiss, aus dem Fenster kicken, und man hat einen Super-Popcornabend.^^


Felix / Website (29.5.06 22:21)
Hey Baby!

Das muss Gedankenkontr... übertragung sein, auch ich habe eine Kritik zu "Showgirls" geschrieben. Kürzer, blöder und schachtelsätziger als deiner, aber mit ähnlichem Fazit.

Einfach klicken unter "Homepage".

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